*Devon 1*
immer noch Samstag, 23.09.:
Um viertel vor 11 starten Schlumpi und ich Richtung „richtigen Urlaub“. Vor uns liegen mindestens 4,5 Stunden Autofahrt. Und nun im Nachhinein muss ich sagen: es war echt furchtbar! Die M25 war pickepacke voll. Dauernd Stau oder stop and go. Sooooo nervig. Nach fast 3 Stunden hab ich mir dann ein Zwischenziel rausgesucht- sollte am Meer und ca 1 Stunde vor Beer liegen. Wir steuern also den Strand bei Abbotsbury an. Aber eh wir da sind, tuckern wir weiter durch dicken Verkehr. Gegen 14.45 Uhr kommen wir endlich an. Der kleine Herr hat voll den Papp auf und null Bock auch nur noch eine Minute weiter im Auto zu verbringen- verständlich, ich auch nicht mehr. Er flitzt ne Runde und ich geh flux zur Toi. Dann bestell ich uns eine Pommes (https://www.facebook.com/people/Cherries-West-Bay/100063359292281/) und wir laufen zum Strand hoch. Ja- zum Strand HOCH. Denn zum Schutz wurde wohl ein Kieswall aufgeschüttet, den es zu erklimmen gilt, eh man auf der anderen Seite dann herunterkrakseln kann. Lustige Sache, denn der Kies fließt wie Sand unter den Füßen dahin. Ich bin noch mental zu ko, um jetzt irgendwelchen körperlichen Aktivitäten nachzukommen, also setze ich mich einfach nur oben hin, mümmel mit meinem Reisebegleiter die Pommes und wir lassen uns gemeinsam mal durchpusten vom Meerwind. Tut gut. Leider steht uns dann aber dennoch eine Stunde Fahrt bevor. Avalon findet das Ganze alles andere als amüsant und macht auf der letzter Strecke seinen Unmut mit Winseln und Unruhigsein sehr nachvollziehbar Luft.
Aber um halb 5 haben wir es geschafft- mir kam es wie 12 Stunden vor. Und ich bin sehr nett begrüßt worden. Wir haben diesmal endlich wieder einen Caravan ganz oben (E23). Zumindest für die erste Woche. Das ist schön. Zwar nicht, wenn ich zum Spätnachmittag oder Abend vielleicht nochmal kurz in den Pub möchte (da komm ich im Lebtag ja nicht mehr oben an Daheim * jaaaaaps * ), aber wenn es um die Aussicht geht, ist es unschlagbar. Wir könnten hier mit bis zu 8 Personen wohnen. Also genug Platz, um eins der Doppelschlafzimmer zum Ankleide- und Abstellzimmer zu deklarieren. Ich bin zwar echt ausgelaugt, aber dennoch überwinde ich mich, alles zu auszupacken und zu verräumen, was wir für einen gemütlichen Aufenthalt brauchen. Kerze und Gartenzeitschrift auf dem Wohnzimertisch sorgen für den nötigen Daheim-Flair. Avalon bekommt den Ball ein paar Male geworfen, weil er wieder seine ach-nee-ich-mag-nicht-ohne-dich-rausgehen-Allüren hat und ich wirklich heute nicht mehr laufen will. Und dann machen wir es uns gemeinsam auf dem Sofa, aneinander gekuschelt, gemütlich, schauen raus aufs Meer, lassen uns vom Fernseher berieseln und wuppen das komplizierte Verfahren des Internetbuchens. Es ist ganz schön frisch und windig draußen geworden, sobald die Sonne langsam untergeht. Zum Teil regnet es auch etwas. Die Heizung ist wohl nur auf Engländer eingestimmt, denn sie sieht offensichtlich nicht ein anzuspringen. Egal- dann mummeln wir uns halt ins Bett. Schlümpchen braucht ein Weilchen, eh er wieder Ruhe findet und hüpft bis dahin zig mal auf und vom Bett- nervöses Hemdchen. Aber nach 20 Minuten übermannt ihn die Müdigkeit, denn nun schnorchelt er leise vor sich hin. Ich werde auch noch kurz 2-3 Seiten lesen und dann ist auch für mich Schnorchelzeit.
Sonntag, 24.09.:
Guten Morgen. Das Wetter spielt mir eigentlich gut zu, denn ich habe schon gesternabend beschlossen heute einen ruhigen Daheim-Tag zu machen. Ich merke grad, dass sich in 4,5 Jahre Urlaubsabstinenz einiges bei mir mental und körperlich verändert hat, und ich nicht mehr annähernd so- ich sag mal-belastbar und abenteueroffen bin, wie bei meinen sonstigen langersehnten Urlauben. Jedenfalls fing es schon gestern an, stark zu winden und zwischendurch stark zu regnen. Das ganze hat sich bis heutmorgen durchgezogen. Die dicke, dichte Wolkendecke hängt tief über Land und Meer, und der Wind hat nicht nachgelassen- und so soll es auch den ganzen Tag über bleiben. Also perfekt daraus einen Pyjama-Tag zu machen.
Aber ausschlafen war nicht wirklich drin. Erstens muss ich eine ganze Weile falsch gelegen haben, denn meine Schulter rechts tut mir bei jeder Muskelbewegung morts weh. Und Avalon hat sich dummerweise so angewöhnt gegen 5 Uhr morgens ins Bett zu kommen, so dass es nicht wirklich gemütlich ist. Also Tablettchen einwerfen, damit der Morgen nicht allzu arg wird, den Herrn für eine Pieselrunde rauslassen, damit das nicht in 20 Minütchen zum ungemütlichen Problem wird, wenn ich es mir grad mummelig gemacht habe, Frühstück richten und einen entspannten Morgen im Bett mit schnabolieren, nochmal schlummern und kuscheln verstreichen lassen.
Langsam macht sich mein Gewissen bemerkbar: der Hund muss auch mal Späßchen haben und will nicht nur faul rumsitzen, nachdem er gestern ewig im Auto sitzen musste. Also schnappe ich mir kurz mal die Jogginghose (im Schlafanzug rumwandern, würde vielleicht seltsame Blicke anziehen) und die Schuhe, und wir laufen das kleine Stückchen Berg hoch und setzen uns auf die Wiese. Eigentlich dachte ich eher, ich setze mich und die Fellnase erkundet neugierig die riiiiiesen Wiesen um uns, aber nöööö... er setz sich einfach nur neben mich. Na toll. Da hätt ich mir die Gewissensbisse sparen können, wenn er augenscheinlich doch nicht rennen will.
Ab wieder heimwärts. Der Wind ist echt heftig- warm aber kräftig.
Daheim angekommen, macht Schlumpi Bekanntschaft mit einem Feldhäschen und ist ganz lieb. Es scheint sich kurz im Windschatten ausruhen zu wollen und lässt sich nicht von dem größeren, schwarzen Geschöpf aus der Ruhe bringen. Zu süß, die zwei.
Es wird ein recht chilliger Tag mit Fernseh und Videos schauen, endlich mal den Blog hier auf Vordermann und den neuesten Stand bringen, lesen, Leckereien schnuckern (obwohl langsam mal etwas „Gesundes“ auch fein wäre- morgen wird Großeinkauf gemacht), Ballspielchen mit Avalon und einfach nur dasitzen und aufs Meer schauen. Herrlich!
Gegen frühen Abend lockt der Blick raus doch sehr, und mir ist so richtig nach einem kleinen Wandertoürchen. Die Idee kommt auch bei meiner Fellnase gut an. Und so geht`s halt nochmal raus.
Ich nehme die Route erstmal den Caravan Park runter und dann rüber auf die Wiesen. Das hat zur Folge, dass ich zwar über die Wiesen den Berg erklimmen muss, aber dafür auf dem Rückweg easy schon auf Höhe unseres Caravans bin und nicht japsend vor den Augen aller Mitbewohner hier hochkrackseln muss- was ich wahrscheinlich aufgrund der Länge, Steile und nicht vorhandenen Bänke zwischendurch eh nicht schaffen würde *prust*. Es hat sich soooo gelohnt, sich noch einmal aufzuraffen. Einfach nur soooo schön. Die verschiedenen, so vertrauten, Aussichten und der Wind, der uns kräftig durchpustet, aber dadurch auch mal zum Leben erweckt, nach dem faulen Tag. Ich glaube, wir genießen es beide sehr. Und Avalon gibt endlich auch gründlich Fersengeld und flitzt und schnuppert wie verrückt durch die Gegend- ganz frei und glücklich. Das macht mich wiederum sehr glücklich, denn es gibt kaum etwas Schöneres, wenn man Kinder oder Tiere fröhlich herumtollen sehen kann.
Ein gutes Stündchen schlendern wir also happy entlang der Klippen. Ich freu mich schon so darauf dann morgen runter nach Branscombe zu wandern und mir dort einen schönen Tag am Meer zu machen.
Für Heute aber reicht nun einfach noch Abendbrot und ein netter Film, mit anschließend im Bett lesen. Mittlerweile hat der Wind- auch wenn ich es mir nicht vorstellen konnte- noch einmal um einiges zugelegt (der Caravan schwankt ganz schön unter den regelmäßigen Windstößen) und auch der Regen gibt hier alles. Hoffen wir auf einen schönen Tag morgen.
Bis dahin also... gut`s Nächtle.
Montag, 25.09.:
Herrlich dieses „ohne Termine Aufwachen“. Auch heute werde ich von meinem kleinen Gesellen geweckt, mit dem Wunsch, dass er ins Bett möchte. Die Sonne strahlt vom Wohnzimmer bis hinten ins Schlafzimmer, und an weiterschlafen ist da nicht zu denken. Nach dem grauen Tag gestern ist die Sonne herzlich willkommen.
Wir machen eine kleine Runde, damit Schlümpchen auch entspannt den Vormittag genießen kann. Frühstück für den Herrn und die Dame. Und dann machen wir es uns auf dem Sofa- mit Sonnenschein im Gesicht- gemütlich.
Irgendwie müsst ich dringend mal was Frisches zu Essen einkaufen und ein paar Kleinigkeiten sind mir zwischenzeitlich auch in den Sinn gekommen. Aber es ist auch schön einfach nur dazusitzen und aus den Augenschlitzen ab und zu aufs Meer zu blinzeln. Und außerdem soll es morgen wettertechnisch nicht so prickelnd sein, da würde es sich doch eher anbieten morgen zu shoppen und heute am Meer zu sitzen... *hmmm*... mal sehen, wann und wozu wir uns heute aufraffen können.
Mal ehrlich: Urlaub ist doch etwas Wundervolles, gell?! Wir sitzen ein ganzes Weilchen so entspannt und zeitlos da. Dann wird das Sofa doch ziemlich ungemütlich. Also man kann weder ordentlich, noch lummelig, lange darauf sitzen, ohne dass es unangenehm wird. Na dann- wir haben ja keine Verabredungen oder Termine- ab in die Feeeedern :-D … Ja noch ein bißle lesen, noch ein bißle schlummern. Gegen Mittag hüpf ich dann doch mal unter die Dusche und mache mich fertig. Avalon freut sich riesig darüber. Zwischenzeitlich habe ich mir überlegt, dass wir tatsächlich heute einfach mal nach Branscombe an den Strand wandern. Ich weiß, dass ich das sonst gut geschafft habe, auch wenn man- und ich meine wirklich JEDER- spätestens auf dem Rückweg, wenn`s die Klippen hoch geht (denn sie sind echt hoch und teilweise steil), ins schnaufen kommt. Und ich weiß auch, dass meine Vorlage von vor fast 5 Jahren jetzt absolut kein Maß mehr für mich ist. Dennoch möcht ich mich auch etwas fordern diesen Urlaub.
Also abgemacht: wir zöckeln den Berg hinter dem Caravan Park hoch, an den Klippen entlang. Es ist ein wunderschöner Weg. Mit fantastischen Aussichten. Über hühelige Wiesen. Manchmal weiß man nicht, ob es vor oder hinter einem schöner ist. Und obwohl ich hier schon so oft gewandert bin, kann ich mich nicht zurückhalten dauernd Fotos oder kleine Filmchen zu machen, um diese Schönheit irgendwie für später festzuhalten. Meine fehlende Kondition und angeschlagenen Knochen geben mir aber auch immer freundlich einen Grund stehenzubleiben- was sich prima mit umschauen und genießen vereinbaren läßt. „Schmidtchen Schleicher“ setzt sich als Mantra in meinem Kopf fest *hihi* Aber es läßt sich wuppen.
Wo ich allerdings an meine Grenzen stoße, und bei dem ich sooooo froh bin, dass ich keinen weiteren Reisebegleiter, als meinen geduldigen Schlumpi habe, ist dann tatsächlich das letzte Stück, wo es steil den hohen Berg runter zum Strand geht. Füße sind ein Phänomän. Auch wenn man das Gefühl hat, dass man sie dadurch für immer kaputt macht- so schmerzen sie- halten sie dann doch durch. Aber es ist auch soooo putzig, wie Avalon sich verhält- grad als es dann so steil und anstrengend mit den Stufen runtergeht: er läuft immer 10 Stufen (oder Schritte) vor, bleibt stehen und schaut sich nach mir um und setzt den Blick auf: „Geht’s denn? Komm ich warte eben auf dich. Ist nicht so einfach für dich, gell? Mach schön langsam und vorsichtig.“ Und wenn ich auf seiner Höhe bin, läuft er wieder vor. Sehr rücksichtsvoll und lieb von ihm.
Hipphipp hurra! Geschafft! Auch wenn ich auf halber Strecke kurz vor dem Aufgeben stand. Aber die Optionen abzuwägen, ob ich den halben Berg besser rauf oder besser runter komme, hat mich durchhalten lassen. Jetzt nur nicht an den Rückweg denken, sondern das Hier und Jetzt auskosten.
Der kleine Herr ist sowas von fit, mit seinen 11 Jahren. Aber auch er freut sich auf eine kleine Abwechslung. Wie immer hüpft er direkt vorne erst einmal in den kleinen Wasserstrom. Glücklicher kleiner Hund!
Und nachdem er sich erfrischt hat, steuern wir das Bistro an (https://www.seashantybeachcafe.com/). Ich bestell mir auf jeden Fall einen Salat, ist mein erster Gedanke. Endlich etwas Gesundes. Dazu noch allerlei Feines (ein reichlich belegtes Sandwich- ups da gab es auch einen kleinen Salat dazu- ein Stückchen Kuchen und eine Cola). Es ist so witzig: hier ist es wieder recht windig und ich muss aufpassen, dass mir die einzelnen Salatblätter, die kein Dressing erwischt haben und darum zu leicht sind, nicht davon fliegen. Isst man da also dann mit oder gegen den Wind? *grübel* … Schön so aufs Meer schauen zu können. Wir lassen es uns also gut gehen. Und keine Angst, auch Avalon hat seinen Nachmittagssnack dabei und läßt es sich schmecken. Wobei er trotzdem immer wieder rüber zum Nachbartisch schielt. Dort sitzt ein Ehepaar mit einem hübschen, dreifarbigen Cocker Spaniel, der sich an einem Hundeeis gütlich tut.
Für den Kuchen setz ich mich gerne oben auf einen der Bänke, die einen tollen Rundumblick haben.
Aber dann zieht es uns doch endlich an den Kiesstrand und zum Wasser. Eigentlich bleiben wir nie vornean, sondern laufen den Strand praktisch wieder Richtung „Heimat“. Und so hatte ich es auch geplant: Hinweg oben herum und den Rückweg unten am Strand zurück und den Urwaldweg hoch. Hier am Kiesstrand entlang zu laufen, trainiert ganz schön die Muskeln (und die Lungenfunktion *hehe*). Meine Füße werden langsam sauer, glaub ich. Die sind so ziemlich am Ende. Aber hilft ja nix- irgendwie müssen wir ja heimwärts. Dennoch ist es einfach unbeschreiblich schön. Es knistert und raschelt, wenn sich die Wellen zurückziehen- ganz anders als „nur“ das Rauschen sonst am Sandstrand. Das Wasser ist auch recht nah diesmal. Man merkt, dass es in letzter Zeit viel geregnet hat. Und es ist noch ziemlich aufgewühlt vom Wind gestern. Das sieht man an der rötlichen Verfärbung, die von der Eisenerde herkommt. Sonst kann es nämlich recht klar sein. Ein leichter Dunst hängt auch über dem Strand. Man bemerkt es so eigentlich nicht, aber wenn man in die Ferne schaut, sieht man es. Die Sonne lässt sich heute den ganzen Tag sehen. Und auch wenn nun langsam wieder eine Brise aufkommt, ist es nicht kalt oder ungemütlich. Nachdem wir unseren Aufgang zum Dschungelweg gefunden haben, schau ich mich nach einem geeigneten Picknickplatz am Strand um.
Ca 50 Meter weiter ist ein großer Felsblock, da kann man sich prima anlehnen und Päuschen machen. Und das machen wir dann jetzt auch. Wir lassen uns behaglich nieder. Der kleine Junge lässt sich von mir den Ball ab und zu werfen. Und trabt dann sehr gemächlich hinterher, um ihn zu holen. Und ich lass mich mit meinem Buch nieder. So verbringen wir einige Zeit in trauter Eintracht und im Urlaubsmodus.
Erst als es dann wirklich soweit ist, lasse ich den Schreckensgedanken an das Bergerklimmen zu. Jeder, der schon mit war, kann bestätigen, dass es wirklich recht hoch rauf geht. Das Schöne ist aber, dass sich das etwas hinstreckt, durch einen Dschungel führt und von der Beschaffenheit recht abwechslungsreich ist. Erstmal Trampelpfad, dann kommt ein Stück steinigerer Weg (also Weg in Sinne von 20-30cm breit, die ganze Strecke- nichts ausgebautes, sondern Natur pur immer), dann wieder recht matschig und das letzte Stück- der blanke Horror- wieder diese steilen, ungleichmäßigen Stufen. Und dann komm ich doch noch zum Lachen. Eigentlich in der japsigen Verfassung nicht so vorteilhaft, aber es ist wie es ist. Kurz vor den Stufen treffen wir einen Arbeiter, der den ganzen Tag wohl schon fleißig den Weg dort mit schwerem Geschütz an den Seiten gestutzt hat, damit man nicht in den Brombeer- oder sonstigen Gestrüpp hängen bleibt. Er erzählt, dass er schon 3 Mal hoch und runter ist und jetzt das 4. Mal endgültig hoch zum Auto. Und er sei echt fertig, drum soll ich mal ruhig vorgehen, denn er ist nicht so flott. Ich lache laut auf und erkläre ihm, dass ich mich grad eher schneckenmäßig vorarbeite (very, very, veryyyy slow). Und überlasse ihm den Vortritt. Ich glaube, er zweifelt noch und befürchtet, dass wir ihn dann doch überholen wollen. Äääähm jaaaa. Er war dann aber doch innerhalb von 5 Sekündchen aus dem Blick. Und als wir eeeeendlich unter großen Gekeuche und 10 maligem Stehenbleiben, Füße und Beine ausschütteln, und irgendwie wieder zu Atem kommen, die Hälfte der Stufen geschafft haben (Avalon übrigens lockerflockig), kommt er uns wieder entgegen. Und dann muss er auch lachen. Er hätte nicht damit gerechnet, dass ich Recht habe. Dann läuft er an uns vorbei runter. Ich denk noch: du Angeber. Da kommt er auch schon mit einem anderen schweren Schneidegerät hinter uns rauf, überholt uns und ruft uns ein fröhliches „hang on“ zu. Also echt. Aber auch dieser Weg ist irgendwann mal zu Ende. Oben angekommen.... *jubel*
So gerne ich diese Tour habe, ich weiß nicht, ob ich das noch einmal hinbekomme. Doch schon auf dem hügeligen Weg über die Felder zu unserem Caravan denke ich mir, dass ich es gaaaanz vielleicht doch noch einmal am Schluss unseres Urlaubes versuchen werde. Dafür ist es einfach zu schön hier. Und: ich muss dringend einmal an „Komot“ denken. Ich wollte doch einige Wanderrouten aufnehmen.
Nun denn. Daheim angekommen, bin ich mehr als am Ende. Ich schaff es grad noch den Rucksack abzuschnallen und aufs Sofa zu fallen. Da muss ich erstmal 20 Minuten verweilen. Schlumpi ist recht irritiert, warum ich da so liege und nicht Abendessen oder sonst was mache. Da sich besagtes Abendessen nicht selbst macht und auch der Rucksack sich nicht selbst aus- und verräumt, muss ich mich wohl oder übel aufraffen. Das Ganze lass ich aber nicht klaglos geschehen- ein wenig Gemopper, Gejammer und Stöhnen muss schon sein. Morgen kann ich wahrscheinlich keinen Schritt machen :-D
Und nachdem der Fernseher irgendwie nur verzerrte Bilder und abgehackte Dialoge ausstrahlt, wende ich mich lieber meinem Bett und dem Pc zu. Tagesbericht somit nun fast fertig geschrieben. Zwischendurch noch einen kleinen Plausch mit meinem Luca geführt. Und dann kann ich mich jetzt auf mein aufgeladenen Kindle, und lesen, freuen.
Habt eine gute Nacht!
Ach: und wirklich, von Herzen, alles Liebe und Gute an meine beiden Schwägerinnen und Schwager!
Dienstag, 26.09.:
So ist das mit Urlaub: man darf machen was und wann man möchte. Und so halten wir es auch: Schlumpi und ich verbringen glückseelig fast den ganzen Tag Daheim. Das Wetter lockt eh nicht so raus- bewölkt, grau und mal wieder windig. Ich nutze das ausgiebig aus und verbringe diese Zeit sehr angenehm im Schlafanzug. Sowas liebe ich.
Gegen Nachmittag hat der Geselle genug vom Faulenzen und will sich bewegen. Naaaa guuuut. Widerwillig reiße ich mich also vom Buch los und mach mich ausgehfertig.
Wenn wir schon unterwegs sind, dann muss ich aber auch mal bei „Tesco“ rein und frisches Gemüse, Obst und Getränke besorgen. Gesagt, getan.
Und was nun? Ich bin echt unschlüssig. Wahrscheinlich weil ich eigentlich so garkeine Lust habe herumzuwandern. Aber Schlumpi soll ja auch was vom Urlaub haben. Was ist nicht allzu weit, aber dennoch auch nicht allzu besucht? Wir könnten uns eigentlich mal das „Blackbury Camp“ (https://www.english-heritage.org.uk/visit/places/blackbury-camp/) im Herbst anschauen. Im Frühling ist es einfach nur ein Traum: alles ist übersät mit Bluebells (blauen Glockenblumen)- wunderschön. Das wird ja nun nicht der Fall sein, aber schön zu Laufen wird es bestimmt sein. Und so ist es auch. Avalon ist happy, weil er sich austoben kann, schnüffeln und buddeln kann. Und das auch noch im Wald. Also Wald ist übertrieben, denn es ist eher ein Wäldchen. Aber wir schlendern sehr gemächlich, drum sind wir dann doch ein Weilchen unterwegs. Eigentlich hatte ich vor, mich in die Sonne dort irgendwo zu setzen. Aber erstens macht sich die Sonne rar- drum ist`s ein wenig uselig- und außerdem sitzt doch tatsächlich an der, für mich einzig denkbaren, Stelle schon eine Frau. Unverschämt. Da befinden sich auf dem Fleckchen nur ich, Schlumpi, ein Ehepaar mit 2 jungen Mädels und diese Frau, und dann kann ich nicht mal auf meiner ausgesuchten Stelle sitzen *tsäs* … kurz überlege ich, in den angrenzenden Wald zu gehen. Brigita, Frank und Christa werden sich dran erinnern. Es gab da mal eine seeehr lustige Szene, die ich leider nicht öffentlich machen kann. Aber davon abgesehen, war ich schon einmal alleine auf diesem Weg, und das war irgendwie ein wenig unheimlich. Ich bin wirklich so garkein Angsthase, was das alleine Umherwandern angeht, aber dort war es mir nicht so geheuer. Bisschen zu alleine. Drum würde ich es dann doch nicht so gerne noch einmal versuchen. Also schlendern wir, mit einigen Schleifen laufen (und Schlumpi rast mich einmal im Eifer des Freiheitsdranges, im wahrsten Sinne des Wortes, um- plumps, sitz ich am Hang auf dem Popo) wieder zum Auto. Aber ich habe das gute Gewissen, dass sich mein Reisegeselle gut genug ausgetobt und entfalten hat.
Und wieder diese Frage: und nun? Ich wollt immer schon mal durch Branscombe. Laufen ist, glaube ich, etwas zu langwierig, weil das Dorf zwar nur so gut wie aus einer Strasse besteht, die sich aber eeeewig hinzieht. Da wäre es doch fein einfach einmal zum Schauen durchzufahren. Ich war einmal mit Ulrike, Renate und Carina dort, aber es war auf dem Hin- und dem Rückweg stockdunkel. Und ich kann mich nur an eine sehr schmale und sehr gewundene Strasse erinnern, die mir endlos vorkam. Wir waren damals im „Fountain Head Inn“ (https://www.fountainheadinn.com/) und haben Tränen über den Fisch mit den Glubschaugen gelacht. Der Ärmste muss wohl eine Krankheit gehabt haben- laut Internetforschungen. Jedenfalls denk ich so bei mir, dass ich ja mal durch Branscombe fahren könnte. Ansich eine gute Idee. Nur mit dem Riesenschiff, dass ich diesen Urlaub ja dabei habe, nicht ganz so prickelnd. Durchs Dorf geht graaaade eben noch- da sind wenigstens durch die Auffahrten immer mal Gelegenheiten auszuweichen, falls jemand entgegen kommt. Denn Tatsache ist, dass dort bestimmt, schon allein von der Breite her, niemand mit einem Wohnmobil oder Wohnwagen durchkommt. Oder??? Und dann ganz abgesehen davon wie man auf der Zufahrtsstrasse zur Landstrasse wieder kommt. Also entweder hat mich das Navi durch eine dieser Nebensträsschen geführt, oder ich weiß auch nicht. Es gibt hoffentlich eine anständige Zufahrtstrasse- ich gönne sie den Anwohnern von Herzen. Es war nämlich wirklich Zentimeterarbeit, durch diesen Weg zu kommen. Ich hab nur dauernd gehofft, dass es nirgendwo an der Seite schrabbst. Das gute neue Auto. Hilfe! Und dieser Weg zog sich ewig dahin. Und dann kam mir noch einer entgegen *kreisch* und wer durfte zurücksetzen und schauen wie er in die Winzeinfahrt rückwärts- ohne Kamera am Auto, mit dem Schiff- kommt?! Sollte sich also nicht noch eine andere Srasse als Hauptstrasse entpuppen, wird Branscombe nur noch mit Kleinwagen und Allradantrieb befahren *schwitz* Von all dem aber abgesehen, ist es ein seeeehr hübsches Dörfchen mit schnuckeligen Häuschen. Viele haben noch Reetdächer und sind wirklich alt und urig und haben so schönangelegte, winzige Vorgärten. Ein Dörfchen mit Flair, auf jeden Fall.
Als wir an der Landstrasse wieder oben angekommen sind, war es dann ja nicht mehr weit nach Beer, und somit zu unserem Heim- oben auf dem Berg. Home sweet Home. Diesmal brauchten wir auch nicht auf der Wiese parken, sondern konnten einen Parkplatz ergattern.
Flux den Einkauf verräumen, Schlafanzug an, Hund füttern, Nudelreste von den letzten Tagen aufwärmen und frisches Mischgemüse dazu anbraten, und dann geht es- mal wieder- aufs Sofa zum lesen.
Schöne Träume euch!
Und meiner kleiner Schwester wünsche ich von ganzen Herzen „inneren Frieden“- denn was man im Herzen trägt, kann man nicht verlieren. Hab dich sehr lieb!!!
Mittwoch, 27.09.:
Das Wetter setzt sich gegen unsere Wunschliste durch. Heute und mindestens Morgenabend ist Sturm mit Gewitter angesagt. Irland und Schottland bekommen das Meiste ab, aber auch wir bekommen es fast ungefiltert zu spüren. Das heißt, dass wir erst einmal schön Daheim bleiben. Dieser Urlaub scheint in die Geschichte als ein Lese- und Lummelulaub einzugehen. Was ansich ja absolut nicht tragisch ist.
Aber wenn man dauernd dem Blick aufs Meer und die grünen Hügel mit der Kalkküste, auf die man sich so lange gefreut hat, ausgesetzt ist, zieht es einen doch hinaus. Am späten Mittag raffen wir uns auf. Und was ist? Ich ziehe soeben meine Schuhe an, da schlagen die ersten großen Regentropfen gegen das Fenster neben mir. Ja prima. Avalon finet es nicht so dolle, dass er jetzt brav hier sitzen soll, wo ich doch direkt davor alle Anzeichen eines Ausflugs gegeben habe. Aber ich mag auch nicht klitschnass irgendwo herumwandern. Ein Glück können wir dann doch mit 20-minütiger Verzögerung los.
Da sich diese Schauer ja nun jederzeit wiederholen können und es wirklich ziemlich windig ist, entscheide ich mich, nur die Parkplatzwiese, die direkt vor dem Caravan Park liegt, anzufahren und den kleinen Hibbel mit Ballwerfen etwas auszupowern. Er hat jedenfalls total Späßchen, während ich mich gut in Schal und Kapuze einmummel. Der Wind ist echt fies heute. Aber so süß zu beobachten mit was für einem Elan er dem Ball hinterher jagt. Seine große Leidenschaft.
Hechelnd und glücklich kann ich ihn dann nach einer ganzen Weile ins Auto verfrachten. Ich habe mir Joshua`s Farm Shop (https://joshuasltd.co.uk/) auserkoren. Ein absolutes „Muss“, wenn wir hier sind. Die alten Farmgebäude sind liebevoll ausgebaut, zu einem so schnuckeligen Geschäftchen. Ich kann da stundenlang stöbern. Sie führen neben lokalen und selbstgemachten Produkten, Deko, Küchenutensilien, Spielwaren, ein paar Klamotten und viiiiiiieles mehr. Von allem keine riesen Auswahl, aber was sie da haben, ist alles wirklich sehr hübsch und- wie schon gesagt- schnuckelig. Ein nettes Potpourri an verlockenden Dingen und Speisen. Und das Schöne ist, dass Hunde dort wirklich sehr willkommen sind. Ich glaube, jeder Mitarbeiter kam und hat Avalon gestreichelt, nach der Rasse und dem Namen gefragt und ihm ein Leckerchen zugesteckt. Nachdem ich dann etwas über die Hälfte durchgeschaut habe, dachte ich mir, dass so ein feines Süppchen „of the day“ nicht zu verachten wäre. Es ist nämlich auch eine heimelige Cafe-Ecke dort. Leider komm ich- wie so oft auf britischem Boden (und Doerte und auch Angela können ein Liedchen davon singen)- zu einer nicht kompatiblen Zeit mit meinen Essenswünschen. Was bitte haben sie für Angebotszeiten? Jedenfalls ist nie die grade von mir gewünschte Speise zu haben. „Lunchtime ist over“. Das ist nicht lustig. Aus lauter Verlegenheit, dass ich überhaupt gefragt habe und jetzt nicht wie ein dummer Touri dastehen möchte, order ich einen Kaffee Latte. Hääää.... mir ist eigentlich nicht nach Kaffee. Aber nu ist er bestellt. Ich pflanz mich in einen der Ledersofas, wo man erstmal versinkt. Nun denn, dann halt Kaffeezeit jetzt. Ein kleiner Chat mit Doerte am Handy vertreibt mir die Zeit. Ebenso die zwei witzigen Damen neben mir, die sich natürlich erst nach Avalon erkundigen und ihn ausgiebig streicheln. Danach geben sie sich konzentriert jede ihrem Kreuzworträtsel hin. Ich brauche eine Weile, eh ich die Tasse endlich leer habe. Und dann geht`s weiter mit dem shoppen und durchschlendern. Ohne etwas geh ich eigentlich nie aus dem Lädchen. Und so auch diesmal. Und dann bekomme ich nach einem kleinen Plausch an der Kasse mit dem netten Mitarbeiter- er macht mir den Eindruck, als sei er der Chef- von ihm noch 2 kleine Früchte-Pies geschenkt (die sich Daheim als sooooo lecker herausstellen). Peinlich nur, dass ich erst beim rausgehen bemerke, dass ich die Letzte bin. Und bis auf die Ausgangstür sind überall schon die Schotten dicht.
Die Heimfahrt verläuft prima, den Weg von Ottery St. Mary kennen wir schon in und auswendig- die Strecke sind wir unzählige Male vorher gefahren. Und langsam kann ich mein Schiff etwas einschätzen, wo ich lieber stehen bleibe und den Gegenverkehr vorbeiziehen lasse- denn man halte die recht schmalen, mit hohen Hecken gesäumten, Strassen im Sinn- oder doch gut aneinander vorbei kommen.
Schlumpi hat sich so wacker im Laden geschlagen und war superfreundlich zu allen- und mal davon abgesehen ist es ja auch tierisch langweilig für ihn so ewig lange da mit herum zu laufen- so dass ich gerne noch einmal auf den Parkplatz abbiege und mit ihm ein Stündchen sein Lieblingsspiel spiele- Ballwerfen.
Nun aber ab ins Häuschen, Abendessen für uns zwei richten, in den Schlafanzug schlüpfen und- nein diemal nicht lesen, sondern- die von mir gestern runtergeladene erste Staffel „Poldark“ schauen. Schlümpchen schnorchelt zufrieden und ko neben mir und ist früh im Träumeland. Und ich sitz um 3.33 Uhr noch im Bett und schreibe meinen Tagesbericht.
Drum sag ich jetzt: Schlaft gut.... ich werd noch eben ein paar Seiten lesen zum einschlafen :-)
<-- und so komm ich mir zum Teil zur Zeit vor
Donnerstag, 28.09.:
So langsam macht es sich bemerkbar, dass wir jeden Tag gut unterwegs sind. Kann ein Schmerz im Nacken-/ schulterbereich- keine Ahnung ob vom kalten Luftzug nachts, Nerv eingeklemmt oder einfach dumm gelegen- von dort oben runter unter die Schlter wandern? Jedenfalls kann ich ich im Bett heutmorgen nicht ohne ziemliche Schmerzen umdrehen *menno*
Unsere Morgenroutine fühlt sich nach wie vor gut für uns an. Kleine Pieselrunde, Frühstück, gemütlicher Morgen. Ich hätt nur nicht damit anfagen sollen, mir die Poldark-Serie runter zu laden. So konzetriert ich sein muss, damit ich das Gröbste verstehe (weil auf Englisch), aber es hielt mich nicht ab, bis spät in die Nacht zu schauen und das Ganze heutmorgen fortzuführen. Zu dumm, dass ich solch ein Serienjunkie bin. Aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich es mittags gut schaffe, mich fortzureißen und dann mit Schlumpi loszuzöckeln.
Durchwachsenes Wetter- kennen wir ja nur zu genüge diesen Urlaub. Ab Spätnachmittag soll`s noch ungemütlicher werden. Wir entscheiden uns für die „Donkey Sanctuary“ (https://www.thedonkeysanctuary.org.uk/visit-us/sidmouth), sie ist nur ein viertel Stündchen entfernt, und man hat eine Menge zu schauen. Wir lieben es dort zu sein. Im Laufe, der Jahre, die wir immer dort sind, hat sich einiges verändert. Es ist ausgebaut, modernisiert und dem Tourismus angepasst worden- auf ansprechende Art. Und nach wie vor ist der Eintritt frei. Bei solchen Einrichtungen spende ich aber sehr gerne den entsprechenden Betrag. Und Avalon darf überall mit hin und rein. Hier haben es die Tiere wirklich gut. Das Gelände ist riiiiesig- an einem Tag garnicht abzulaufen. Es gibt unterschiedliche Abteilungen. So dass man ganz nah sein kann, oder sie haben große Weiden. Überall führen Wege entlang oder sogar durch. Auch hier eines der obersten Gebote: immer Törchen gut wieder hinter dir verschließen. Wir scheinen aber diesmal nicht allzugroßes Glück zu haben. Unser Lieblingsweg wird heute mit Sensen bearbeitet, drum müssen wir mal ganz woanders entlang laufen. Bißle mehr außerhalb. Ist aber auch sehr schön. Da merkt man die Liebe zum Detail und dass alle sich wohl fühlen sollen: alle Wege sind wie Alleen angelegt. Rechts und Links jeweils kleine Baumarten oder Sträucher. Und an jedem (!) ein Schild mit einer Widmung für eine Person oder ein Haustier, die/ das gerne dort ist/ war. Zwischendrin immer Bänke- mit ebendiesen Widmungen. Selten Schotter-, sondern eher gemähte Wiesenwege, so dass man wirklich das Gefühl hat, dass alles in die Natur eingebunden ist. Meist sind die Herden etwas weiter weg auf der Weide- sie mögen ihre Ruhe. Aber immer wieder gibt es sehr neugierige Fellnasen, die an den Zaun kommen. Am meisten scheint sie Avalon zu locken, denn sie laufen manchmal ein Stück am Zaun neben ihm mit oder beobachten ihn. Der Herr findet das nicht so spannend, sondern eher beängstigend und ist dann nah bei mir- meist hinter meinen Beinen versteckt. Aber die Langohrtiere sind echt wunderfitzig und möchten den Gesellen mal näher betrachten. Bevor wir überhaupt loslaufen, genehmige ich mir erst einmal ein Süppchen- das es gestern aufgrund vorangeschrittener Stunde ja nicht mehr gab im Cafe. Hähnchen mit Mais. Seltene Kombi als Suppe, aber lecker. Die vegetarische Variation wäre Sellerie-Apfel-Suppe gewesen. Gesättigt machen wir also eine große Runde und sind richtig in den weitläufigen Gefielden. Ein wundervoller Ort um zum entspannen, und sich an der wunderschönen, teils amüsanten, Schöpfung in harmonischer Umgebung zu erfreuen. Wir sind wirklich so gerne hier. Leider kommen wir dann in den letzen 10 Minuten mitten in einen Schauer. Klar, Avalon ist so etwas absolut egal, ich dagegen hab eh schon kalte Hände- der Wind nervt nun langsam aber richtig- da kommt Feuchtigkeit dazu, nicht so gut an. Aber sind nur diese Minütchen, und dann hocken wir schon im Schiff.
Schön, wenn man dann schnell wieder Daheim ist. Genüsslich unter die warme Dusche gehüpft, in den geliebten Schlafanzug geschlupft, Essen für uns zwei richten und dann … na was wohl... Chillabend.
Famos so kuschelig drinne zu sitzen, wenn es draußen nun dann doch unaufhörlich wie aus Kannen schüttet und der Wind einfach nochmal alles gibt.
Mal schauen, wie es morgen dann ist. Denn es ist etwas Sonne angekündigt und die Fähnchen bei der Wettervorhersage sind morgen nicht dabei *juhuuu* … ich würde so gern mal entweder an den Strand in Exeter oder Burrows Gardens oder Powderham Castle. Ach wir schauen, wenn es soweit ist.
Genießt euren Restabend und seid lieb gegrüßt.
Freitag, 29.09.:
Ihr Lieben Leser, tatsächlich bin ich heute echt tooooootmüde- und das relativ früh.
Ich glaube, ich schreibe heute nicht großartig, sondern hänge einfach eine Menge Bilder dran. Endlich hatten wir einen wundervollen Sonnentag- mal nichts mit Wolkendecke und dauernd zwischendurch Regen oder heftigen Wind. Den Tag haben wir in den zauberhaften Garten- und Parkanlagen bei „Forde Abbey“ (https://www.fordeabbey.co.uk/) verbracht. Und es war immer ein richtig schöner Tag- wie immer, wenn wir dort sind.
Wusstest du eigentlich, dass du die Bilder antippen kannst, um sie in Originalgröße zu sehen?!
Das Ganze haben wir im Hochgefühl, ein paar echt famose Stunden gehabt zu haben, tatsächlich mit einem Spätnachmittags Besuch in „Lyme Regis“ abgerundet. Ein großartiges Fischerstädtchen- zumindest das, was wir gesehen haben. Mit Fish and Chips gewappnet, haben wir es uns auf der Kaimauer behaglich gemacht und haben mit Blick auf die Landzunge und das Meer, die Sonne dahinter verschwinden sehen. Ein absolut famoser Abschluß einen perfekten Tages.
Daheim noch ein paar Sachen gerichtet, denn morgen wechseln wir in einen anderen Caravan hier, für die kommenden 7 Tage.
Viel Freude beim Bilder schauen- von den 145 gemachten war es garnicht so einfach eine kleine Auswahl zu treffen.
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