In der Eifel
März 2017
Ich bin mit Herz und Seele Nanny- sprich: Kinderfrau und Tagesmutter! Es gibt keinen schöneren Beruf! So kleine Mäuse sind einfach zu spaßig und bringen immer gute Laune. Bei den Eltern wiederum muß man schon Glück haben. Oft sind diese etwas schwieriger zu händeln und zehren auch mehr an den Nerven als die wuseligsten Rabauken. Aber bisher haben Avalon und ich das recht gut meistern können.
Wobei Avalon die Sache mit den Kindern auch nicht immer so gaaaanz prickelnd findet. Denn da muß der kleine Herr mich ja für eine Weile „teilen“. Hilfeeee! Also kleben während der Arbeitszeit immer ein kleiner Hund und halt mindestens ein Kind an mir, wie kleine Schatten. Was natürlich zeitweise sehr unterhaltsam ist und mir immer ein „ich- werde- ja- sooo- geliebt- Gefühl“ gibt.
Vor kurzem wurden Schlumpi und ich unverhofft und spontan zu Hilfe gerufen.
„Nanny im Außeneinsatz“ sozusagen!
Es ging in die (Vor-) Eifel- Gebiet Erftstadt.
Wirklich wundervoll dort. Wir waren schon einmal für einige Tage mit Doerte und Cloe in der Eifel- in Ahrdorf. Es war damals bullig- heiß, und so sind wir nicht allzu sehr herum gekommen.
Und mit Brigita, Frank und Stinker haben wir letztes Jahr einen sehr schönen Tag in der Vulkaneifel verbracht. Das ist auf alle Fälle noch einige Besuche wert.
Jedenfalls ist eine Freundin sehr krank geworden und hatte angefragt, ob ich nicht für ein paar Tage ein wenig nach ihrem kleinen 9 Monate jungen Spatz schauen könnte, da sie über einige Tage hohes Fieber hatte und sehr wackelig auf den Beinen war. Und weil ich zwei Tage frei hatte, haben wir zwei Wandervögel ohne zu zögern unsere sieben Sachen gepackt und sind am nächsten Morgen früh losgedüst.
Wir hatten so ein Glück mit dem Wetter, denn es waren die ersten richtig sonnigen Frühlingstage des Jahres. Das ermöglichte uns zweimal am Tag die Gegend draußen zu erkunden.
Es war einfach nur herrlich! Aus der Haustür raus, 30 Meter die kleine Sackgasse entlang, abbiegen und 20 Meter weiter auf die Kreuzung zulaufen, huschig über die Dorstraße und ~schwups~ befindet man sich auf einem geteerten Weg durch die Felder.
Diese nett angelegten Wege sind der Hit! Anfangs noch brav asphaltiert, geht er nach einigen hundert Metern in Schotter über, später dann mal ein Trampelpfad auf Gras, im Wechsel mit Sand und Matsch und Pflastersteinen. Durch Felder- die bestimmt berauschend sind, wenn endlich wieder etwas Höheres darauf wächst- an Weiden mit Schafen vorbei, durch ein kleines Waldstück, quer über Wiesen und an Bächlein entlang. Es wurde nie langweilig, weil man hinter jeder Kurve mit etwas Neuem überrascht wurde. Sogar Pferde, die spazieren geführt wurden, kamen uns entgegen. Und das Putzige ist: diese Pfade verbinden diese netten kleinen Dörfchen und so fühlt man sich trotz großartiger Abgeschiedenheit nie der Zivilisation zu weit entfernt.
Der „kleine Prinz“ ist so ein lieber, zufriedener Schatz und hat es uns leicht gemacht jeweils für 1 bis 2 Stündchen durch die Gegend zu zöckeln, bevor der große Hunger oder die Sehnsucht nach Mami zu groß wurde.
Avalon hatte auch sympathische Begleitung: die Gumba. Eine rassige französische Bulldogge. Die beiden haben sich gegenseitig in ihrer „Einzelkind- Zickerei“ in nichts nachgestanden. Das wurde mal schön im Hause ausgelebt. Aber unterwegs ströpten die beiden einvernehmlich nebeneinander her.
Alles in allem hatten wir eine wirklich ganz entspannte Zeit und sind frohgemut nach diesen zwei Tagen- in denen wir von unseren Gastgebern leiblich bestens versorgt wurden- Richtung Heimat.
Laßt es euch gut gehen. Grüßle!
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